Februar 13

Schmusen – aber richtig!

Wir Katzen sind wohl von allen Haustieren diejenigen, die am liebsten schmusen. Die Bezeichnung „Schmusekatze“ kommt ja nicht von ungefähr. Wenn ihr häufiger mit euren Fellnasen kuschelt, wisst ihr sicher genau, was ihnen am besten gefällt und wie sie am liebsten gestreichelt und geknuddelt werden. Köpfchen kraulen, Nacken massieren, den Rücken streicheln, Bäuchlein kraulen  – ich mag das alles unheimlich gerne. Und dass es uns gefällt, zeigen wir ja durch unser Schnurren mehr als deutlich.

Aber wo normale Dosis am Schnurren und dem relaxten Liegen ihres Katzis spüren, dass es ihrer Fellnase gefällt, müssen Wissenschaftler dies natürlich genau untersuchen. Sie sind ja Wissenschaftler und wollen es „wissen“! Ob solche Untersuchungen jetzt zwingend erforderlich sind und die Menschheit weiterbringen, stelle ich mal dahin. Fakt ist, dass eine Forscherin genau untersucht hat, welches die liebsten Schmusezonen der Katzen sind.

Susan Soennichsen, eine Psychologin aus Neuseeland, untersuchte, an welchen Stellen Katzen am liebesten gestreichelt werden.

Es wurde eine Versuchsreihe mit neun Katzen durchgeführt. Bei der Testreihe hätte ich natürlich auch gern mitgemacht – Streicheln im Dienst der Wissenschaft sozusagen. Gibt Schlimmeres! 😀

Diese neun Katzen wurden jedenfalls wissenschaftlich kontrolliert gestreichelt. Vier Körperregionen standen im Mittelpunkt der Untersuchungen: der Schwanzansatz, das Gebiet um Maul und Kinn sowie der Bereich zwischen Auge und Ohr. Richtig, dort liegen die Duftdrüsen, die uns zum Markieren dienen. Diese Stellen wurden bei allen Katzen untersucht, die vierte Streichelstelle suchten sich die „Teststreichler“ selbst aus. Die durfte allerdings gerade nicht in der Nähe von Duftdrüsen liegen. Jede Stelle wurde dann im Rahmen der Testreihe pro Schmusestunde je fünf Minuten gestreichelt. In insgesamt zwölf Kuschelstunden – jede an einem anderen Tag – wurden dann die Reaktionen der Katzen auf die Streicheleinheiten an den verschiedenen Körperregionen festgehalten. 

Schnurren heißt „Mach weiter!“ 

Treteln, Köpfchen reiben, Augen schliessen und natürlich auch Schnurren werteten die Wissentschaftler als Zeichen dafür, dass die Testkatze das Streicheln genießt. Kaum zu glauben!

Putzen, sich Kratzen und Gähnen wurden neutral bewertet. Fauchen, Kratzen und Beißen, aber auch Schwanzschlagen wurden als Protest gewertet. Auch da wäre man jetzt nicht sofort drauf gekommen!

Das Ergebnis

 dieser weltbewegenden Untersuchung: Am liebsten haben Katzen, wenn man sie  zwischen Augen und Öhrchen streichelt. Platz zwei teilen sich das Gebiet um das Mäulchen und die Lippen und die von den wissenschaftlichen Streichlern frei gewählte Körperstelle, an der sich keine Duftdrüsen befinden.

Am wenigstens mochten die Katzen, wenn sie um die Schwanzregion gekrault wurden. Kann ich bestätigen!

Das kommt euch sicher alles bekannt vor und ihr wusstest das bestimmt auch ohne wissenschaftlichen Test, richtig?


Schlagwörter:
Copyright 2019. All rights reserved.

Veröffentlicht13. Februar 2012 von Bonnie in Kategorie "Allgemein", "Meisterwerk Katze

Hinterlasse einen Kommentar

avatar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei