November 13

Katzen in der Kunst – Auguste Renoir

Nach den ganzen Reisetagebüchern, Rezepten und sonstigen Berichten wird es mal wieder Zeit, den Kulturteil meiner Seite etwas aufzupeppen 😀

Ich möchte euch daher Auguste Renoir, besser gesagt Pierre-Auguste Renoir, den bekannten französischern Impressionist, etwas näher vorstellen. In die Wiege gelegt wurde ihm der Beruf des Malers allerdings eher nicht. Er wurde 1842 in ganz bescheidenen Verhältnissen als Kind eines Schneiders und einer Zuschneiderin geboren, zog allerdings als Kind bereits nach Paris und wohnte in der Nähe des Louvre. Mit 13 begann er eine Lehre als Porzellanmaler und war mit 15 bereits ein kleiner Meister seiner Kunst. Allerdings ging die Firma pleite und er schlug sich mit dem Bemalen von Fächern durchs Leben, ehe er bei einem berühmten Meister in der Schweiz in die Schule ging.

Er orientierte sich aber bald an den neuen „modernen“ französischen Malern, die ihn ermunterten, mehr nach dem Leben und dem Modell zu malen. Renoir liebt es, gesellschaftliche Anlässe darzustellen und Lebensfreude in Bilder umzusetzen. Ihr werdet sicher einige seine berühmten Bilder schon mal gesehen haben. Sehr bekannt ist zum Beispiel die „Frau mit dem Sonnenschirm“ oder Bilder, auf denen er Szenen aus von Tanzvergnügen im Freien malte. Auch einige wunderschöne Kinderporträts sind sehr bekannt. Aber das wäre ja kein Anlass, sich hier mit ihm zu befassen. Es gibt einen einfachen Grund –  er hat auch großartige Katzenbilder gemalt.

Auguste Renoir (1842 - 1919)

Mehrfach hat Renoir eine hübsche Frau oder ein Mädchen gemeinsam mit einer Katze gemalt – wie zum Beispiel beim obigen Bild welches – erstaunlich! 😀 „Frau mit Katze“ heißt. Wunderschön ist auch das  „Porträt der Mademoiselle Julie Manet mit Katze“, das ihr unten in der Galerie sehen könnt. Manet? Richtig, es zeigt die kleine Tochter des befreundeten Malers Manet, der auch zu den bekannten Impressionisten gehörte. Aber zurück zu Renoir…

Neben den Porträts hat er aber auch das sehr farbenfrohe Bild mit den „Geranien und Katzen“ gemalt und schaffte es als einer der wenigen Impressionisten, auch zu Lebzeiten von seiner Malerei halbwegs gescheit leben zu können. Im Alter erkrankte er an Gicht und zog des Klimas wegen an die Cote d´Azur. Dort malte er bis ins hohe Alter, obwohl der am Ende an den Rollstuhl gefesselt war und sich den Pinsel an die Hand binden lassen mußte.

Offenbar haben ihn die Eleganz und Schönheit der Katze so beeindruckt, dass er sie häufiger malte und es kamen diese schönen Gemälde dabei heraus 😀 Erstaunlich finde ich die Darstellung einer liebevollen Beziehung zwischen den Porträtierten und den Katzen. „Haustiere“ waren damals eher ungewöhnlich, da Tiere dazu gehalten wurden, eine Aufgabe im Hause zu erfüllen. Katzen waren Mäusefänger und sicher nicht zum „Plaisir“ im Hause. Gleichwohl wurden sie aber häufig ins Herz geschlossen, wie man an den Bildern unschwer erkennen kann. 🙂

 


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Veröffentlicht13. November 2012 von Bonnie in Kategorie "Allgemein", "Katz und Kunst

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Claudia
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Claudia

Das war aber ein wirklich interessanter kultureller Ausflug. Um diese Dinge kümmert man sich (zumindest ich :-)) meist viel zuwenig. Danke für die schönen Katzenbilder.
Liebe Grüße und eine schöne Woche – Claudia und Fehmi