Mai 15

Supercat – die mutigste Katze der Welt

Ich habe ein neues Idol – Supercat aus Amerika ­čśÇ Nicht, dass ihr glaubt, ich sei jetzt unter die Comic-Fans gegangen – viel besser! Meine Supercat gibt┬┤s wirklich!! Sie hei├čt Tara, lebt in Kalifornien und ist eine echte kleine Heldin.

Der kleine Sohn der Familie spielte draussen vor dem Haus, als er unvermittelt vom gro├čen Nachbarhund attackiert wurde. Der wollte nicht nur spielen, sondern war richtig b├Âse und hat den kleinen umgerissen und gebissen. Und als ich den kleine Film das erste Mal sah, konnte ich es kaum glauben – da kommt auf einmal eine kleine dunkelgraue Katze angeschossen und geht frontal auf den Hund los. Ich bin echt total begeistert von meiner Artgenossin und habe mir fest vorgenommen, auch so mutig zu sein, wenn man richtig Not am Mann ist.

Es gibt ein sch├Ânes Zitat, das dazu passt – und das ist vom alten Ovid und damit schon ├╝ber 2000 Jahre alt:

Glücklich ist, wer das, was er liebt, auch wagt, mit Mut zu beschützen. 

Die Katze muss sich offenbar dort bei ihrer Familie sauwohl f├╝hlen ­čśÇ

Aber jetzt m├╝sst ihr euch unbedingt das Filmen anschauen!

Supercat in Aktion

Ich habe es ehrlich gesagt schon mindestens zehnmal angeschaut und kann mich gar nicht dran sattsehen ­čÖé

Februar 21

Hector und Neo finden ein Zuhause

Es geschah zwar schon vor unserem Winterurlaub, aber trotzdem m├Âchte ich euch von Hector und Neo erz├Ąhlen. Hector, ein ungef├Ąhr 3 Jahre alter, wundersch├Âner rot-wei├čer Kater und der kleine, anderthalbj├Ąhrige Panther Neo sa├čen – wie ┬áich damals auch – in unserem Briloner Tierheim. Wie so viele andere Samtpf├Âtchen ­čÖü

Ich kann gut nachf├╝hlen, wie sehr sich die beiden sicher ein eigenes Zuhause w├╝nschten. Die Zweibeiner im Tierheim sorgen sehr gut f├╝r uns, aber letztendlich ist es beengt und da so viele Katzen und Hunde dort sind, bleibt auch leider nicht viel Zeit f├╝r ausgiebiges Kuscheln oder Spielen. Und es ist nat├╝rlich auch stressig, st├Ąndig mit vielen Artgenossen zusammenleben zu m├╝ssen. Man kommt eigentlich nie richtig zur Ruhe, weil immer etwas los ist. Stellt euch vor, ihr m├╝sstest st├Ąndig mit 15-20 Leuten in einem Raum leben – so ├Ąhnlich ist das f├╝r uns Fellnasen auch.

 

Aber zur├╝ck zu den beiden Katern Hector und Neo und wie sie ihr neues Zuhause fanden… ­čÖé

Dosi hatte im Streunerhof-Forum gelesen, dass die Arbeitskollegin eines Mitglieds dort einen neuen Kumpel f├╝r ihren sechsj├Ąhrigen Kater Ben sucht. Dieser hatte in kurzer Zeit zwei Spielkameraden verloren und sollte nicht allein bleiben. Gesucht wurde eine liebe und vertr├Ągliche Fellnase passenden Alters und da hat Dosi nat├╝rlich sofort an meine ganzen Kameraden hier im Tierheim gedacht. Wir haben fix auf der Homepage des Tierheims geschaut und dann schnell im Forum dort geschrieben, dass einige passende Kandidaten und Kandidatinnen im Briloner Tierheim liebend gern Bens Kumpel w├╝rden. Etwas problematisch war allerdings, dass Ben nebst Dosi ca. 100 km entfernt wohnen. Und kein Auto haben – aber wo ein Wille, da ein Weg! ­čśë

Dosi hatte dann die Idee, mal fix im Tierheim vorbei zu fahren und ein paar Bilder zu machen. Diese haben wir Richtung Ben verschickt – und ┬ádann ging es ganz schnell. Mu├čte es auch, weil wir ja kurz darauf in den Skiurlaub fahren wollten. Schon am folgenden Samstag kam Dosis Forenbekanntschaft mit der Arbeitskollegin angereist. Sozusagen als „Taxi ins neue Leben“ f├╝r Bens zuk├╝nftigen Kumpel. ­čÖé

Erstmal wurde dann bei uns gem├╝tlich gefr├╝hst├╝ckt. Wichtige Entscheidungen soll man nicht mit leerem Magen treffen ­čśë Stella und ich haben nat├╝rlich sofort wieder den Besuch mit Beschlag belegt und uns beknuddeln lassen. Timmi, die kleine Schissbuxe, verkr├╝melte sich wieder schnell und spekulierte nur neugierig oben von der Treppe.

Und der Besuch hatte uns ganz tolle Sachen mitgebracht! So eine ├ťberraschung – extrem leckere Leckerli f├╝r Timmi und mich und auch f├╝r Stella. Witzige B├Ąllchen mit „Ecken“, die ganz verr├╝ckt h├╝pfen. Und f├╝r Dosi Schoki und ein Bl├╝mchen, das wunderbar riecht. Kann gar nicht genug davon bekommen, daran zu schn├╝ffeln ­čśÇ

Gut gest├Ąrkt ging es dann sofort zur ├ľffnungszeit um 13 Uhr ins Tierheim. Dosi hatte ja schon einige Kandidaten ins Auge gefa├čt beim „Vorbesuch“ und in der engeren Wahl war bei ihr schon der wundersch├Âne Kater Hector gewesen. Nachdem die drei erst den „Kindergarten“ mit extrem putzigen Kuhk├Ątzchen besucht hatten (und fast schon schwach wurden ­čśë ) siegte dann die Vernunft und als n├Ąchstes wurde „Hector“ besucht. Dosi erz├Ąhlte, dass er in derselben kleinen Kabine sass, in der auch ich ein Jahr dort im Tierheim verbracht hatte. Hector konnte mir seiner charmanten Art Bens Dosi dann sehr schnell ├╝berzeugen, dass ER der geborene Kumpel f├╝r den lieben Ben ist.

Dosi hatte offenbar schon den richtigen Riecher, als sie das Bild von dem lieben, ruhigen Kater im Vorfeld schon auf den Weg geschickt hatte!

 

 

 

Alle Zweibeiner freuten sich sehr, dass Hector ein Zuhause gefunden hatte – ┬áaber es kam noch besser!! ­čśÇ

Bens Dosi meinte dann n├Ąmlich, sie w├╝rde unter Umst├Ąnden noch eine weitere Fellnase mitnehmen, wenn diese gut zu Ben und auch Hector passen w├╝rde. Aber so schnell klar war, dass „Hector“ mitfahren durfte, umso schwieriger wurde es jetzt, die richtige Entscheidung zu treffen. Die kleinen Kuhkatzen waren ja entz├╝ckend, aber letztendlich w├Ąre so ein kleiner Kracher f├╝r den gem├╝tlichen Ben und auch den eher ruhigen Hector vermutlich eine Zumutung gewesen.┬áIch stelle mir gerade vor, Dosi w├╝rde Timmi und mir hier so einen kleinen Wirbelwind pr├Ąsentieren, der den ganzen Tag Action will. Da w├╝rde ich mich aber extrem bedanken!! Timmi und ich spielen ja auch und haben mehrmals am Tag hier „wilde Jagd“, aber chillen ist mindestens genauso wichtig!

Diesen Gedankengang hatten die drei Zweibeiner dann auch und sahen sich dann lieber die erwachsenen Katzis im gro├čen Katzenzimmer an. Dort sitzen mehrere Tigerchen, Kuhkatzis, pechschwarze und rote Fellnasen. Welch ein Gewusel! Einige eher scheu, manche sehr keck und am liebsten h├Ątten sie alle mitgenommen. Einige sitzen auch schon sehr lange dort und alle h├Ątten es so verdient, endlich ein Zuhause zu finden – was die Entscheidung nicht einfacher machte. Bei den Tigerchen war es allerdings so, dass die Leute im Tierheim meinten, diese sollten besser Freigang bekommen. Den gibts bei Ben nicht, also wurden die anderen genauer unter die Lupe genommen. Es gab einen ganz kecken, kleinen schwarz-wei├čen „Felix“, eine eher ruhige aber etwas eigenwillige „Celina“ …. und auch einen kleinen, schwarzen „Neo“.

Dieser kleine Kerl hielt sich eigentlich im Gegensatz zu einigen anderen „Kampfkuschlern“ etwas zur├╝ck, aber nach einer Weile fiel auf, dass er immer die N├Ąhe von Bens Dosi suchte. Und als sie ihn dann auf den Arm nahm, schnurrte er sofort wie verr├╝ckt und wollte gar nicht mehr runter. Da war klar, „Neo“ f├Ąhrt auch mit ­čÖé Interessant war, dass Dosi auch von Teddyb├Ąrchen „Neo“ vorab schon ein Bildchen ├╝bersandt hatte.

Dosi hat sich total gefreut, dass sogar zwei Katerchen endlich aus dem Tierheim
ausziehen konnten. Die beiden Jungs wurden dann fix in die beiden (ja, sie hatten zwei mitgebracht!) Transportboxen verpackt und auf ging┬┤s ins neue Leben. Und in K├╝rze erfahrt ihr, wie es ┬áweiter ging. Und ob Ben sich ├╝ber seine beiden neuen Freunde gefreut hat ­čÖé
  

 

Februar 16

Unser Winterurlaub in Wolkenstein/S├╝dtirol 2014

Ich muss ja noch von unserem Skiurlaub in S├╝dtirol berichten…aber die letzten Tage hatte ich hier recht viel um die ├ľhrchen. Daher kommen wir heute erst dazu – Dosi muss ja mangels Daumen immer f├╝r mich tippen ­čśë

Am 31. Januar ging es jedenfalls in aller Herrgottsfr├╝he los Richtung S├╝den. 4 Uhr wurden Timmi und ich aus dem Bett geworfen und bevor wir richtig wach waren, sa├čen wir schon in unseren Reisekisten. Schnell ins Auto und ab ging die Post. Dosi hatte ja schon etwas Sorgen wegen des Wetterberichts gehabt, aber das war zumindest bis zum Brenner super. Ruck zuck waren wir vor 12 Uhr und bei strahlendem Sonnenschein schon in Innsbruck und der Brenner wurde in Angriff genommen. Oben war dann Schlu├č mit Sonne ÔÇô es schneite. An den Anblick sollten wir uns die n├Ąchsten Tage noch gew├Âhnen m├╝ssen. ­čśÇ

Dieses Mal waren wir ja in einer neuen Unterkunft, da unsere alten Pensionswirte aus Altersgr├╝nden aufgeh├Ârt hatten. Das Haus lag auch sehr zentral, nur ging es die letzten Meter richtig steil bergan und das auch noch durch eine kleine, enge Gasse. H├Ârt sich erstmal nicht so schlimm an, nur was bei uns hier bisher als Winter ausblieb, bekam S├╝dtirol offenbar doppelt serviert. Schnee ohne Ende ÔÇô einige Nachbart├Ąler des Gr├Âdnertals waren sogar bereits von der Aussenwelt abgeschnitten.

Ende vom Lied war jedenfalls, dass wir nach ca. 840 km f├╝r die letzten paar Meter noch die Schneeketten aufziehen mu├čten. Dosi hat ein wenig geflucht. Ehrlich gesagt auch ein bisschen mehr! ­čśë

Die Leute haben uns sehr nett in Empfang genommen und Dosi hat es Timmi und mir dann sofort gem├╝tlich gemacht. Sie hatte sogar unser Sitzbrett f├╝r die Fensterbank mitgenommen, dann ein paar Kuscheldecken, unser Lieblingsspielzeug und sogar ein T├Âpfchen mit Katzengras! Wow ÔÇô sie lernt immer noch dazu ­čśë

Timmi f├╝hlte sich auch sofort richtig wohl. Wir wu├čten ja nicht so recht, ob er auf Urlaub in einer Pension steht ÔÇô er kannte ja bisher nur unsere Wohnmobilfahrten. Aber Timmi ist ja ein total unkompliziertes Kerlchen und so fand er auch die Pension sofort klasse. Vom Sitzbrett aus hatten wir einen guten Ausblick nach draussen und ausserdem hing es direkt ├╝ber der Heizung. Seeeeeehr gem├╝tlich ­čÖé

Im Gegensatz zu meinen letzten beiden Reisen nach Wolkenstein war es dieses Mal nicht so bitterkalt , daf├╝r schneite es aber sehr h├Ąufig, besonders auch nachts. Aber wir hatten auch Sonne und zum Ski fahren fand Dosi den ganzen Neuschnee klasse. Allerdings stieg mit dem ganzen Schnee auch die Lawinengefahr und morgens h├Ârte man immer, wie mit Dynamit Lawinen abgesprengt wurden. Einige Pisten waren auch gesperrt und die ber├╝hmte „Sella-Ronda“ – die Umfahrung des Sellamassivs mit Ski – war deswegen auch nicht m├Âglich. In der N├Ąhe an der Marmorlada war sogar ein Lift unter eine Lawine geraten und total zerst├Ârt worden.

Die Einheimischen hatten noch ganz andere Sorgen: durch den ganzen Schnee auf den D├Ąchern drohte Einsturzgefahr und so mu├čten sie sch├╝ppen, sch├╝ppen, sch├╝ppen. Timmi und ich konnten gut beobachten, sie sie die zum Teil mannshohe wei├če ÔÇ×PrachtÔÇť von den H├Ąusern r├Ąumten. Und einige hatten sogar tagelange Stromausf├Ąlle, besonders auch in Osttirol.

Stella hatte ja w├Ąhrend unseres S├╝dtirol-Trips eine Woche Wellnessurlaub bei Dosis Eltern gemacht. W├Ąre f├╝r sie etwas sehr langweilig gewesen dort. Sie hat uns allerdings verschwiegen, dass sie dort in Wolkenstein ein eigenes Hotel hat ­čśÇ Aber Dosi hat┬┤s entdeckt! Und einen eigenen Skiverleih nebst Servicestation nennt sie auch ihr eigen. Aber die Kr├Ânung ist, dass ein ganzes kleines Nebental nach ihr benannt ist – Val de Stella Alpina. Das muss man sich mal vorstellen – da wohnt man mit einer Art Rockefellerin auf vier Pfoten unter einem Dach und die sagt nix. ­čśÇ Stella Alpina hei├čt ├╝brigens w├Ârtlich ├╝bersetzt „Stern der Alpen“…..und ist die italienische Bezeichnung f├╝r┬┤s Edelwei├č!

Jedenfalls haben wir eine sch├Âne und sehr entspannte Woche in Wolkenstein verbracht. Nach dem Ski fahren war erstmal gro├če Kuschelstunde, es gab die ganzen Tage eine prima Verpflegung und wir wurden von den Spazierg├Ąngern draussen immer bewundert, wenn wir im Fenster auf Beobachtungsposten sassen. Die Pensionwirte erz├Ąhlten Dosi auch, wir seien die ersten Katzen-G├Ąste in der Pension gewesen und sie haben uns f├╝r┬┤s n├Ąchste Jahr wieder herzlich eingeladen. Logo – wir wissen uns ja auch zu benehmen ­čśë

Auf der R├╝ckfahrt gab es dann doch noch etwas Trouble ÔÇô und dass, nachdem wir so super unterwegs waren. Fr├╝h um 5 ging es los ÔÇô mit Ketten die steilen ersten Kilometer von Wolkenstein nach St. Ulrich gut gemeistert, dann fix zur Autobahn, Ketten runter und flott waren wir auch ├╝ber den Brenner. Hatten uns extra ganz fr├╝h auf den Weg gemacht, weil es einige Zeit sp├Ąter wegen der ganzen Abreisenden immer chaotisch dort im Tal wird. Und das ganz besonders, wenn soviel Schnee auf der Strasse liegt. ┬áDurch den fr├╝hen Start konnten wir auch die Staus in ├ľsterreich und Bayern prima umgehen und wir w├Ąren fast schon kurz nach Mittag daheim gewesen. Fast ÔÇô wenn uns nicht 150 km vor daheim auf der Autobahn noch ein Reifen geplatz w├Ąre. Gottlob hatte Dosi gemerkt, dass etwas hinten rechts nicht stimmt. Wir schnell ┬ádie n├Ąchste Abfahrt genommen und direkt in der Ausfahrt platzte dann der Reifen. Puh, da haben wir richtig Gl├╝ck gehabt!! Einen neuen Reifen bekamen wir auch recht schnell, da gl├╝cklicherweise genau an der Ausfahrt eine Tankstelle war. Eine Stunde Verz├Âgerung, aber dann heil daheim angekommen. Timmi und ich waren auch ganz lieb und haben die Wartezeit einfach verschlafen ­čśë

Es war ein sch├Âner Urlaub und wir freuen uns jetzt schon auf unsere ersten Touren mit dem Wohnmobil. Lange dauert es ja nicht mehr┬á – und wenn man nach draussen schaut, k├Ânnte es ja eigentlich schon losgehen. Fr├╝hling im Februar! Hoffen wir mal, dass der Winter nicht meint, er m├╝sse zu Ostern nochmal Einzug halten. Wir hatten jedenfalls 8 Tage tiefsten Winter und Schnee und jetzt braucht er hier bei uns auch nicht mehr kommen!

 

 

 

Januar 24

Kleiner Jahresr├╝ckblick 2013

Im letzten Jahr hat sich ja wirklich viel getan bei uns! Anfang des Jahres, kurz nachdem der lange Winter bis in den April hinein begann, fuhr Dosi samstags morgens los. Ich wunderte mich schon, wo sie wohl hin will. Normalerweise geht┬┤s dann am Wochenende in der Fr├╝h immer zum Ski laufen nach Willingen, aber sie hatte gar keine Skisachen an. Sie hatte auch etwas ganz anderes vor und am sp├Ąten Nachmittag kam sie mit einem kleinen braunen Fellkn├Ąuel wieder zur├╝ck. Sie sagte mir, das kleine M├Ądel geh├Âre jetzt zu uns. Ihr Name sei Estrella, was spanisch ist und „Stern“ hei├čt. Da ich Sterne sehr mag, gefiel mir das f├╝r den Anfang schon mal ganz gut ­čÖé Dosi hat mir dann erz├Ąhlt, dass Estrella aus Spanien k├Ąme und es bisher nicht leicht im Leben gehabt habe. Also habe ich mich spontan entschieden, lieb zu ihr zu sein. Und da sie sofort auch sehr respektvoll und lieb zu mir war, gab es ├╝berhaupt keine Probleme. Dosi hatte sich ja insgeheim doch ein bisschen Sorgen gemacht, ob ich wohl mit einem kleinen Hund klar komme. Und umgekehrt. Manchmal sind die Zweibeiner schon seltsam! So gut sollte sie mich ja wohl inzwischen kennen ­čśë

Timmi wohnte ja seit dem Sommer draussen im Garten und schlief in einem kleinen H├╝ttchen auf der Terrasse vor unserem Gartenh├Ąuschen. Der lange Winter war dann sehr hart – f├╝r Timmi und auch f├╝r Dosi. Sie hatte zwar die ganze Terrasse mit Planen vor Schnee und Wind gesch├╝tzt und f├╝r Timmi extra ein Holzh├Ąuschen mit Heizung besorgt, aber es war trotzdem sehr lange sehr kalt. Da Timmi ja nicht ins Haus kam, weil sie Dosi im Tierheim erz├Ąhlt hatten, ich sei eine eingefleischte Einzelkatze, mu├čten die beiden dann draussen immer frieren. Jeden Morgen, Mittag und Abend brachte im Dosi das Futter und spielte und kuschelte mit ihm im Winterverschlag. Dort war es zwar gesch├╝tzt, aber trotzdem hundekalt. Ich habe mir das von drinnen aus dem Wintergarten immer angesehen und hatte echt ein schlechtes Gewissen. Vor allem, weil Timmi dann abends oft draussen vor der Scheibe sass. Ich glaube, er f├╝hlte sich etwas einsam und ihm war langweilig.

Zu Ostern sind wir in diesem Jahr dann nicht weg gefahren. Es lag noch extrem viel Schnee und da haben wir das Wohnmobil direkt in der Scheune gelassen. Was im Nachhinein auch eine gl├╝ckliche F├╝gung war. Ostersamstag besuchte Dosi unser Katerle draussen und wunderte sich schon, dass er nicht wie sonst fr├Âhlich angelaufen kam. Der Grund war schnell klar – Timmi ging es sehr schlecht. Er lag in seinem H├Ąuschen und hatte hohes Fieber. Es blieb nichts anderes ├╝brig, als am n├Ąchsten Morgen zum Notfalltierarzt zu fahren. Der arme Kerl hatte eine schlimme Infektion. Es gab eine Spritze und Dosi bekam Antibiotika, die Timmi die n├Ąchsten Tage nehmen mu├čte. Timmi war so schlapp, dass er beim Tierarzt auf dem Tisch einschlief. Wieder daheim, wurde er erstmal im Keller einquartiert. Draussen war es ja immer noch sehr kalt. Allerdings wurde schnell die T├╝r geschlossen. Zum einen war er ja krank und zum anderen hatte Dosi ja noch im Hinterkopf, dass ich eine eingefleischte Einzelkatze sei. Timmi war so kaputt, dass es ihm gar nichts ausmachte, im Haus ├╝bernachten zu m├╝ssen. Am zweiten Tag wurde er dann vom Keller nach oben ins G├Ąstezimmer umquartiert. Nach weiteren 2 Tagen wirkte die Medizin und Timmi wurde wieder munterer – und Dosi ├╝berm├╝tig. Ich lag gerade gem├╝tlich vor dem Ofen, da h├Âre ich pl├Âtzlich Schritte auf der Treppe. Und zwar eindeutig nicht Dosis, sondern Katzentapsen. Timmi kam vorsichtig ein paar Treppenstufen hinab und schaute sich interessiert um. Ich bin sofort ein St├╝ckchen die Treppe hoch geflitzt und wir sassen uns dann das erste Mal ohne trennenden Gehegezaun Auge in Auge gegen├╝ber ­čÖé Vorsichtshalber habe ich erstmal gefaucht!! ­čśë Dosi hatte offenbar bef├╝rchtet, dass ich ihn verhaue oder sonstwie zur Furie werde. Aber es geschah …..nichts. ­čÖé

Timmi hat sich dann erholt – und blieb im Haus. Ich glaube, die lange Zeit draussen hat ihm gereicht. Da er ein sehr geselliges Kerlchen ist, f├╝hlte er sich vermutlich auch recht einsam draussen. Das hatte ich mir schon gedacht, wenn ich ihn abends h├Ąufig draussen vor der Scheibe am Wintergarten sitzen sah.

Seit Ostern wohnt er jetzt also mit mir zusammen und ich muss sagen, es ist viel sch├Âner als alleine. Wir sind zwar keine gro├čen Kuscheltiere, aber haben viel Spass miteinander. Wir spielen beide f├╝r uns Leben gern „Fangen“ und dann geht es ein paar mal am Tag hier m├Ąchtig rund. Kreuz und quer ├╝ber 3 Etagen und auch schon mal durch┬┤s Gehegen. Zwischendurch gibt┬┤s auch schon mal eine Runde Freistilringen und dann geht┬┤s weiter mit der wilden Jagd. Ich liebe Action und bin so happy, dass ich jetzt einen Spielkameraden habe. Er ist wirklich ein lustiger und vor allem lieber kleiner Bursche. Aber pssssst. Nicht erz├Ąhlen – sonst bildet er sich noch etwas drauf ein ­čśë

Kurz nach Ostern ging dann die Wohnmobilsaison los. Dosi war ganz angespannt, weil sie nicht wu├čte, ob wir drei Fellnasen auch im Wohnmobil vertragen w├╝rden. Bei Stella machte sie sich wenig Sorgen. Die kleine Maus ist einfach total unkompliziert und lieb. Hauptsache, sie kann dabei sein – dann ist die Welt in Ordnung. Aber wie w├╝rde es wohl Timmi gefallen, on tour zu gehen? Da er uns nicht sagen konnte, ob es ihm wohl gef├Ąllt oder nicht, mu├čten wir die Probe auf┬┤s Exempel machen. Dosi hat ihm eine Klappbox besorgt und dann ging┬┤s ab. Und was soll ich euch sagen? Timmi war total relaxed und es lief alles wie am Schn├╝rchen. Wir sind uns im Wohnmobil auch nicht in die Quere gekommen. Jeder hat seinen Sitz als Schlafplatz und wir kommen sehr gut miteinander aus. Ist auch nicht so langweilig, wenn man einen Kumpel dabei hat!

Nach einigen Wochenendtrips ins Ostwestf├Ąlische, an den Niederrhein und an die Weser ging es dann Mitte August auf gro├če Fahrt. Ich kenne das ja schon, aber f├╝r Timmi war ja alles neu. Und was soll ich euch sagen – es war ein wundersch├Âner Urlaub. Timmi und das Estrellchen haben ihre Jungfernfahrt ganz souver├Ąn gemeistert und wir haben viel gesehen. Stella ist jeden Tag Rad gefahren (worden :grin:) und wir hatten unheimlich Gl├╝ck mit dem Wetter. Es war sch├Ân, aber nicht br├╝llend heiss. F├╝r Menschen mag das nicht so wichtig sein – aber zieht mal einen Pelzmantel an und stellt euch vor, damit im Sommer draussen herumlaufen zu m├╝ssen. Br├╝llend heiss? Eben!

Im Herbst haben wir dann auch noch einige sch├Âne Fahrten unternommen und glaubt mir – es ist schon immer sehr lustig zu beobachten, wie die Menschen auf das kunterbunte Trio reagieren. ­čÖé

W├Ąhrend des Urlaubs haben wir im Minverois ├╝brigens ein ├Ąhnliches Trio getroffen. Kleiner Hund, Katze aus dem Tierschutz und Katze gefunden. Noch ein Campingtrio! Der etwas ├Ąltere Kater durfte sogar frei herumlaufen, aber da hat Dosi zuviel Schiss, dass ich weglaufe. Dabei w├╝rde ich das nat├╝rlich auch nie tun ­čśë

Mein Jahr war somit gepr├Ągt von Dosis „Personalpolitik“ und den damit verbundenen Zuz├╝gen. Gut, dass es so gekommen ist. Mein ganzes Leben hier daheim ist durch den kleinen Timmi ziemlich aufgepeppt worden! Und ich freue mich tierisch dar├╝ber, dass Timmi sich ein Herz gefasst hat. Er ist der perfekte Mitbewohner und Dosi (ich nat├╝rlich auch) hat alles richtig gemacht! ­čÖé

 

Dezember 28

Weihnachten war wunderbar

So, ihr Lieben, jetzt komme ich endlich dazu, von Weihnachten zu berichten. Es war sehr turbulent, aber ganz toll! Wir hatten viel Besuch und ich war immer mittendrin statt nur dabei! Stella fand es auch klasse, weil sie von allen bet├╝ttelt wurde – nur Timmi war der weihnachtliche Volksauflauf etwas unheimlich und er beobachtet das Treiben meist oben von der Treppe.

Und was soll ich euch sagen – das Christkind hat auch uns Tiere nicht vergessen ­čÖé Wir haben neues Spielzeug bekommen und ein weiteres Fensterbrett in der oberen Etage. Von dort ist eine tolle Aussicht ├╝ber die gesamte Nachbarschaft und da sitzen wir jetzt immer abwechselnd und halten Wache.

Am Heiligen Abend kamen mittags schon ganz viele Freunde von Dosi und dann haben wir zusammen auf┬┤s Christkind gewartet. Es gab W├╝rstchen – was Stella ganz toll fand – und Sekt. Was die Zweibeiner ganz toll fanden. Die kleinen Zweibeiner bekamen kleine Geschenke und alle hatten wieder so komische rot-wei├če M├╝tzen auf dem Kopf. Nun ja – mir waren sie etwas unheimlich, aber solange es Spass macht.

Am Abend selbst war dann etwas Ruhe eingekehrt, weil Dosi mit Eltern und Geschwistern feierte. Nachts haben wir hier dann noch gemeinsam gem├╝tlich vor dem Christbaum gesessen und wir haben jeder ein Stinkem├Ąuschen bekommen.┬á

Weihnachten 2013


Am ersten Feiertag war hier dann nochmal gro├čer Bahnhof – die ganze Verwandtschaft r├╝ckte ein.

Timmi zischte wieder ab nach oben, aber Stella und ich haben uns┬ánat├╝rlich unters Volk gemischt und die ganzen Streicheleinheiten genossen. Und wir bekamen sogar Geschenke! Sie hatten uns Dreamies mitgebracht und ein Paket Kauknochen – Weihnachten k├Ânnte ruhig h├Ąufiger sein!!

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Dezember 25

Das K├Ątzchen und der Weihnachtsmann

Ich habe eine wundersch├Âne Weihnachtsgeschichte gefunden, die m├Âchte ich euch gerne erz├Ąhlen. Leider haben nicht alle armen Streunerkatzen so ein Gl├╝ck wie das K├Ątzchen┬áin dieser Geschichte. Viele┬ám├╝ssen im Winter ihr Leben draussen fristen┬áund finden kein warmes Zuhause. ­čÖü Vielleicht haltet ihr die Augen mal offen, wenn ihr solch ein herrenloses Tierchen seht. Stellt ihm vielleicht einen warmen Unterschlupf in den Garten und gebt ihm zu etwas zu fressen. Oder ihr fragt mal beim ├Ârtlichen Tierheim nach, ob sie ihn nicht einfangen und aufnehmen k├Ânnen. Oft reicht es einfach schon, die Augen nicht zu verschlie├čen.

Aber weil meine Geschichte eine Weihnachtsgeschichte ist, hat sie natürlich ein glückliches Ende.  Hier ist sie nun:

Das kleine K├Ątzchen und der Weihnachtsmann

von Barbara Pronnet

Ein kleines K├Ątzchen lag eingerollt auf einer Stufe eines alten Hauses. Sein kleiner Bauch hob sich langsam auf und ab.
Es war ein Tag vor Weihnachten. Die vielen F├╝├če mit den dicken Winterschuhen die an dem K├Ątzchen vorbeilaufen bemerkt es nicht.

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Dezember 22

Weihnachtsbaum steht!

Heute haben wir mit Dosi den Weihnachtsbaum aufgestellt. Puh, ganz sch├Ân anstrengend. Und nat├╝rlich wurde auch noch alles sch├Ân weihnachtlich geschm├╝ckt. Dosi ist auf den Dachboden geklettert und hat ein paar gro├če Kartons runter geholt. Kartons! Da ist unsere Aufmerksamkeit nat├╝rlich sofort geweckt und der Inhalt war auch sehr vielversprechend. Alles glitzerte und blinkte und Timmi und ich waren begeistert. Und dann wurde auch noch ein echter Baum rein geholt. Ich kannte das ja schon, aber Timmi fand es superspannend!

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Dezember 20

Feiern Tiere Weihnachten?

Es wird allm├Ąhlich ernst – in 5 Tagen ist Weihnachten. Dosi wird auch schon leicht hibbelig und wenn sie mit Estrellchen aus dem B├╝ro kommt, wird erstmal noch hier daheim rumgewuselt. Oder eingekauft. Wenn sie dann heimkommt, k├Ânnte man meinen, es stehe ein Notstand bevor. Vorhin kam sie mit 50 (f├╝nfzig) W├╝rstchen nach Hause und Stella bekam schon ganz gl├Ąnzende Augen. Da hat sie sich wohl ein bisschen zu fr├╝h gefreut – die wird sie n├Ąmlich an Heilig Abend mit vielen kleinen und gro├čen Zweibeinern teilen m├╝ssen ­čśë Ich muss meine beiden Kumpels hier erstmal in den Ablauf der Festlichkeiten einweihen. Es ist ja unser erstes gemeinsames Weihnachten als Trio.

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