August 22

Reisetagebuch Frankreich 2017 – 19. August

Gestern Nachmittag ging es los Richtung Frankreich. Es wurde versprochen, dass wir nicht wieder so eine 12-Stunden-Fahrt machen wie letztes Jahr. Wir Fellis hatten mit Streik gedroht 😀
Allerdings war es da auch wÀhrend der ganzen Fahrt in Strömen am regnen und darum sind wir so lange gefahren, bis es aufhörte.
In der Tat ging es nur bis Herbolzheim bei Freiburg. Dort haben wir auf einem Autohof geparkt- unter einem Windrad. Ein tolles Rasthaus haben sie da mit gemĂŒtlichem Biergarten und Palmen. FĂŒr uns Tiger gab es erstmal einen Snack u der Rest ging in der Biergarten nebenan. Stella durfte mit. Große Biere wurden getrunken – wir konnten es genau beobachten!

Heute morgen ging es dann frĂŒh weiter. An die Rhone sĂŒdlich von Lyon. Dosi meinte, heute am Sonntag ginge es super voran und ich habe dann zugestimmt, heute nochmal eine lĂ€ngere Strecke in Angriff zu nehmen. Dann sind wir schon recht weit im SĂŒden.

Juni 28

Pfingsten 2017 Zeiskam

Ich bin ja noch den Bericht vom Fahrturnier aus Zeiskam schuldig. Es gab wieder jede Menge zu sehen! In so einem Fahrerlager ist natĂŒrlich mehr Action als auf einem normalen Campingplatz. Den ganzen Tag ist war los, da die Wettbewerbe schon morgens anfangen. Auch die Fahrzeuge sind etwas anders – unser Wohnmobil ist da so eine Art „Kleinwagen“. Die meisten kommen mit riesigen Fahrzeugen, da sie ja mit 5 Pferde und 2 Kutschen anreisen und natĂŒrlich auch noch selbst irgendwo schlafen mĂŒssen.

„Unser“ Fahrer lebt etwas weniger luxuriös und hat „nur“ einen normalen LKW mit AnhĂ€nger, der innen selbst noch etwas ausgebaut ist. Kein 5-Sterne-Hotel, sondern eher Jugendherberge, aber funktioniert auch. Meistens 🙂

Wie ihr auf dem Plakat schon sehen konntet, besteht so ein Wettbewerb aus 3 Teilen. Dressur – das ist dasselbe wie beim Reiten nur mit Kutsche 🙂

Dann der GelĂ€ndefahrt, auch Marathon genannt, die ĂŒber eine Strecke von mehreren Kilometern geht und wo die Kutschen einige Hindernisse bewĂ€ltigen mĂŒssen. Teil 3 ist das Hindernisfahren, wo es darauf ankommt, in einem Parcours möglichst fehlerlos durch eng gesteckte Tore zu fahren.

Am spektakulĂ€rsten ist natĂŒrlich die GelĂ€ndefahrt, die auch sehr viele Zuschauer angelockt hat. Da geht richtig die Post ab und es ist total beeindruckend, wenn man so ein Vierergespann mal live sieht, wie es in vollem Galopp des Weges kommt. Und mit welcher Geschicklichkeit die Fahrer die langen ZĂŒge durch die Hindernisse steuern können. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, schaut es euch mal an.

Ich bin ein echter Fan geworden und finde es immer super, wenn es zur Abwechslung mal wieder zu einem Turnier ins Fahrerlager geht. Neben uns war ĂŒbrigens ein 18 Jahre alter Hund, der lĂ€ssig vor dem LKW lag und sich von allen, die vorbei gingen, streicheln liess 🙂 Der war noch sehr gut drauf!

Unsere Freunde sind mit dem Wohnwagen dann auch immer dabei. Stella macht dann immer Siesta mit ihrer Freundin Leika im schön klimatisierten Wohnwagen.

Unser Frodo ist auch schnell zu einem echten Camper geworden und fĂŒhlt sich sauwohl im Wohnmobil 🙂

 

Zeiskam

 

 

 

Juni 1

Pfingsten 2017 im Wilden Westen

Heute Abend fahren wir in den Wilden Westen 🙂 Eigentlich in die Pfalz, aber dort ist ein großes Fahrturnier fĂŒr VierspĂ€nnerkutschen und da werden wir mit unserem Womi wieder im Fahrerlager stehen. Ein guter Bekannter unserer Chefin fĂ€hrt da mit seinem Gespann mit und da werden wir natĂŒrlich auch zum PfotendrĂŒcken benötigt.

Im Fahrerlager ist es total klasse – rund herum jede Menge Pferde und andauernd fahren Kutschen vorbei. Darum fĂŒhlt man sich auch ein bisschen wie ins vorletzte Jahrhundert versetzt. FĂŒr uns Fellnasen gibt es da so viel zu sehen und an allen Fenstern ist den ganzen Tag Programm. Pferde, Hunde, jede Menge Leute und man weiß oft gar nicht, wo es am spannendsten ist.

Ich werde euch ein paar Bilder zeigen, wenn wir da sind. Wenn es euch interessiert, könnt ihr ja mal auf der Seite des Reit- und Fahrvereins Zeiskam schauen http://www.rv-zeiskam.de … oder, wenn ihr in der NĂ€he wohnt, einfach mal als Zuschauer dorthin kommen. Es ist unheimlich spannend und beeindruckend, die ViererzĂŒge da durchs GelĂ€nde und die Hindernisse fahren zu sehen. Ich verspreche euch nicht zuviel 🙂

Ansonsten werde ich wohl mit meinen Kumpels Stella und Frodo auch wieder ein bisschen abhĂ€ngen. Zuhause bin ich ja immer voll eingespannt und da ist man als Katze froh, wenn man mal ein paar Tage alle vier Beine hochlegen kann. 😀

 

 

Dezember 26

Das KĂ€tzchen und der Weihnachtsmann

Ein kleines KĂ€tzchen lag eingerollt auf einer Stufe eines alten Hauses. Sein kleiner Bauch hob sich langsam auf und ab.
Es war ein Tag vor Weihnachten. Die vielen FĂŒĂŸe mit den dicken Winterschuhen die an dem KĂ€tzchen vorbeilaufen bemerkt es nicht.
Es hatte leicht angefangen zu schneien und ein kalter Wind pfiff um die HĂ€userecken.

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April 10

Mit dem Osterhasen in Ostfriesland

Die Reisesaison ist eröffnet. Nachdem wir den Sturm Niklas hier gerade ziemlich strubbelig ĂŒberstanden hatten und an GrĂŒndonnerstag hier mindestens 15 cm Schnee gefallen waren, packte Dosi nach Feierabend allen Ernstes das Wohnmobil. Draussen sah es eher weihnachtlich als österlich aus und Timmi und ich hatten uns schon auf ein warmes kuschliges Osterfest vor dem Ofen eingerichtet – aber nix da. Offenbar wollte sich unser Zweibeiner nicht von dem Vorhaben abbringen lassen, die Campingsaison zu Ostern zu eröffnen.

An Karfreitag wurden wir ganz frĂŒh aus unseren Bettchen geworfen, schwupps in die Transportkisten und ab gingÂŽs. UrsprĂŒnglich hatte ich mal das Elsass als Reiseziel aufgeschnappt, aber es ging schnurstracks Richtung Norden. Also wurde wohl ein neues Ziel angefahren. Dankenswerter Weise war die Fahrt schon nach knapp 4 Stunden vorbei und ich erkannte auch sofort, wo wir waren! In Timmel in Ostfriesland – da war ich nĂ€mlich schon zweimal.

Diesmal schlugen wir unsere „Zelte“ auf dem Wohnmobilstellplatz am Hafen vor dem Campingplatz auf. Der Platz selbst sah wegen des vielen Regens die Tage zuvor ein wenig aus wie ein Reisfeld und wir hatten keine Lust, unser schweres Womo dort im Matsch zu versenken.

Aber der Stellplatz am Hafen war toll!! Da geht eine kleine Promenade lÀngs und es gab den ganzen Tag jede Menge zu beobachten. Hunde, Kinder, Angler, Radler tummelten sich dort und hin und wieder fuhr ein Boot los.

 

Das Wetter war auf der Hinfahrt und etwas grau, aber als wir dort ankamen, lugte die Sonne schon hervor und dann hatten wir 4 sonnige Tage. Es war zwar teilweise recht frisch, aber man konnte schon draussen sitzen und die Sonne genießen!

Dosi ist mit Stelli viel geradelt und Timmi und ich haben es uns in unserem Beobachtungsposten gemĂŒtlich gemacht. Stella erzĂ€hlte, dass sie jeden Tag Rast in einer kleinen Brauerei gemacht haben. Da haben sich immer alle gefreut, wenn sie wieder vorbei kam. Und es gab auch immer Leckerli. Ostern haben sie dort gefrĂŒhstĂŒckt. Sind morgens frĂŒh aufgestanden, weil sie ja erst einige Kilometer dorthin radeln mussten. Wir haben lecker Thunfisch gefrĂŒhstĂŒckt und uns dann schön vorne in die Sonne gelegt.

Am Nachmittag haben sie noch eine Schiffsrundfahrt durch die Moorlandschaft und das Fehntjer Tief mit der „Gretje von Großefehn“ gemacht – einem alten Torfschiff, das zum kleinen Passagierschiff umgebaut ist. Das Schiff lag quasi direkt neben uns im Hafen – wir hatten sozusagen einen Womo-Platz mit Schiffsanleger 😀

Entgegen meinen BefĂŒrchtungen wurde es doch eine schöne Osterfahrt mit viel Sonne und guter Luft. Timmi und ich haben viel gesehen und wir alle haben uns prima erholt. Wenn ihr gerne Rad fahrt, kann ich euch eine Fahrt nach Ostfriesland nur empfehlen – Dosi ist jedes Mal total begeistert von den vielen Radwegen und der schönen Gegend.

Und lecker Fisch essen kann man da auch!!

 

MĂ€rz 12

Es gibt was zu feiern!

Heute haben wir hier Party gemacht! Ich habe ja keinen Geburtstag. Oder besser gesagt – natĂŒrlich habe ich einen Geburtstag, aber ich kann mich nicht daran erinnern, weil ich noch so klein war. Und es hat ihn sich niemand fĂŒr mich gemerkt. Ich war ja nur eine Katze, die irgendwann im Tierheim landete, weil sich netten Menschen, denen Tiere nicht egal sind, meiner annahmen und mich dort abgaben.

Da habe ich dann ganz lange warten mĂŒssen, weil mich niemand haben wollte. Angeblich war ich ja aggressiv und unvertrĂ€glich mit anderen Katzen und Tieren.

Aber heute auf den Tag vor genau vier Jahren kam Dosi ins Tierheim und wir haben uns das erste Mal getroffen. Und diesen Tag feiern wir als meinen Geburtstag – den Start ins richtige Leben.

Ich musste ja damals noch ein paar Tage warten, bis sie mich abholte. Aber Dosi hatte mich ja schon reserviert 😀

Wir sind sofort ganz toll zusammen klar gekommen und Dosi hat meine Sprache recht fix gelernt 😀 Mein Leben ist interessant und aufregend mit unseren ganzen Wohnmobiltouren und AusflĂŒgen. Und das Beste: ich habe sogar zwei Freunde bekommen, die hier noch eingezogen. Von wegen aggressives Einzeltier – pah. Denen habe ich es aber gezeigt. Ich bin froh, dass ich mit Timmi einen tollen Kumpel zum Spielen und Jagen gefunden haben. Wir machen uns jeden Tag hier Spass, wenn wir durch die ganze Bude flitzen 😀

 

Heute gab es fĂŒr Timmi und mich unser Lieblingsessen. Thunfisch mit HĂŒhnchen. Stella bekam auch etwas Leckeres. Zum Nachtisch gab es Dreamis mit KĂ€se. Und ein Geschenk habe ich auch bekommen!! Eine große Stinki-Rolle zum vermöbeln und beschmusen. 😀

Es war ein schöner Geburtstag und ich freue mich schon aufŽs neue Lebensjahr mit meinen Freunden Timmi und Stella