September 12

Reisetagebuch Frankreich 2017, 31. August

Nach 3 sehr heißen Tagen an der Ardeche sind wir an den Etang de Berre nördlich von Marseille aufgebrochen. Nur neue Orte diese Reise, die selbst ich auf meiner 7 (!) Franreichreise noch nicht kenne 🙂

Auf der Fahrt dorthin kamen wir an Fos sur mer vorbei. Der Ort liegt zwischen besagtem See und der Rhone-Mündung. Da ist ein riesiger Industriehafen und eine ebenso große Raffinerie. Rund um den Hafen ein Industriegebiet – also wahrlich kein Urlaubsparadies. Ich habe gedacht, unsere Chauffeuse hätte sich verfahren. Wäre ungefähr so als campt man neben Bayer in Leverkusen.

Aber plötzlich war der Spuk vorbei und wir kamen in eine etwas hüglige, typische Mittelmeerlandschaft. Leider hatte dort in der Gegend wohl auch ein Waldbrand gewütet. Einige Waldstücke waren total verbrannt und es ragten nur noch verkohlte Bäume heraus. Und es roch sogar noch verbrannt dort. Aber dann kamen wir auf einen sehr netten Campingplatz in Saint Mithre les remparts. Da remparts auf deutsch ‚Ruinen‘ bedeutet, hatten wir offenbar das nächste antike Trümmerfeld angesteuert 🙂

Auf dem Campingplatz am See war zur  Abwechslung mal Rasen, was nach dem steinigen und staubigen Boden an der Ardeche sehr angenehm war. Vor allem sah Stella nicht dauernd aus, als hätte man sie auf dem Dachboden gefunden 🙂  Ich kann das ja nicht gut ab, aber das Ferkel wälzt sich ungeniert auch auf dem staubigsten Boden. Bäh!

Der warme See ist übrigens einer der saubersten Seen Frankreichs und man kann schön Kanu fahren. Da er glasklar ist, waren auch viele Schnorchler und Taucher dort.

Die Trümner waren Gott sei Dank nicht auf dem Campingplatz, sondern ca 10 km entfernt in St Blais. Darüber berichte ich dann morgen! 🙂

Abends würde mal wieder gegrillt und es gab frisches Rinderhack 🙂

 

 

September 7

Reisetagebuch Frankreich 2017, 30. August

Die Temperaturen sind dieses Mal schon reichlich heiss. Gut, dass wir unsere Gehege haben, denn draußen im Schatten ist es mit dem leichten Wind am besten auszuhalten. Wüstenkater Frodo gehts noch besser als mir. Der hat nur ein ganz dünnes Fellchen ohne Unterwolle und ist überwiegend weiß. Schwarz ist nicht so die top Farbe bei dem Wetter. Dosi hat im Wagen gestern zwei Geräte aufgestellt, die uns pausenlos anfauchen. So ein Blödsinn. Angenehmer Nebeneffekt der Provokationsmaschinen ist allerdings, dass sie auch innen Wind machen. Ich lasse mich auch nicht mehr ärgern – die können mich mal mit ihrem Gefauche. Frodo hat der kleineren erstmal einen runter gehauen – da lag sie auf der Nase und kam nicht mehr auf ihren Fuß. He hr geschieht ihr Recht!!

September 7

Reisetagebuch Frankreich 2017, 28. August

Der Campingplatz hier in Saint Martin d’Ardeche ist toll. Schön klein und übersichtlich ohne unnötigen Schnickschnack – und es gibt ja drei Platzhunde, die tagsüber immer an der Rezeption am Eingang sind. Dort ist auch eine kleine Bar und da sind immer einige Leute, von denen man sich streicheln lassen kann 🙂
Camille ist ein ganz liebes, größeres Mädel und Pitchie und Iska sind so klein wie Stella. Nach dem Essen wurde da immer noch ein bisschen Wein getrunken und die Mädels freuten sich immer schon auf den Besuch. Dann gabs nämlich immer Leckerchen und Streicheleinheiten für alle 🙂
Stellas Vorrat wurde dadurch ziemlich geschmälert, aber wir haben ihr versprochen, dass sie welche von unseren Dreamies ab bekommt.
Stella musste heute wie erwartet in See stechen und schwimmen 🙂 Angesichts der Hitze hier fand sie das aber im Hinblick auf die Abkühlung ok. Sie ist ja nicht so der Seehund, obwohl sie gut schwimmen kann. Kanu fahren findet sie super, solange sie nicht nass wird. Können Frodo und ich absolut nachvollziehen 🙂

August 28

Reisetagebuch Frankreich 2017, 24. August


Wir sind weiter gefahren und zwar an den berühmten Mont Ventoux. Der riesige Berg liegt in der Provence und ist fast 2000 m hoch. Rund herum sind keine hohen Berge und er ragt wie ein riesiger Klotz aus der Landschaft heraus.

Dort liegt ein wunderschöner Ort namens Vaison la Romain – die Römische. Nicht umsonst hat das Dorf den Beinamen. Hier gibt es die größte römische Ausgrabung Frankreichs! Vaison liegt fast komplett auf der Stadt Vasio, aber trotzdem ist das Gelände groß und toll erhalten. Manche Villen hatten 1000 qm Wohnfläche mit eigener Therme 🙂

Die alte Brücke aus der Römerzeit verbindet auch heute noch den Ort mit der mittelalterlichen Stadt jenseits des Flusses und hat im Gegensatz zu vielen neueren Brücken jedes Hochwasser überstanden.

Der mittelalterliche Teil ist auch super erhalten und oben thront eine Burgruine.

Auf dem Campingplatz gab es auch eine Platzkatze, die gern meine Dreamies mag. Sie kam immer zu Besuch und holte sich einige ab 🙂

 

 

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August 27

Reisetagebuch Frankreich 2017, 22. August


Heute morgen war die kleine Katzengang schon wieder da – die wissen jetzt, wo es Leckerchen und was zu füttern gibt. Frodo wird immer von allen Seiten belagert. Heute haben sie sich aber auch bei mal ran getraut 🙂

Die Zweibeinergang hat sich heute mit den Zweirädern auf nach Vienne gemacht. Stelli war es zu warm, die ist lieber bei uns geblieben und hat Siesta gemacht.

Die via rhona, der Radweg, führt auf dem Stück schön abseits der Straße an der Rhone entlang. Sie geht auch durch eine Art Urwald, wo man an einem Altarm Vögel beobachten kann.

Vienne wurde, wie fast alle Städte hier unten im Süden, von den  Römern gegründet. Es gibt ein toll erhaltenes, großes römisches Theater, einen Tempel und ein Ruinenfeld. Und eine schöne Kathedrale- nicht von den Römern 🙂

Ins Theater passen 12.000 Leute und es mindestens so steil wie die Südtribüne in Dortmund 🙂 Oben darf man keine Höhenangst haben!

Der Tempel hat die letzten 2000 Jahre auch gut überstanden. Schon Wahnsinn, wie stabil die bauen konnten, die alten Römer 🙂

Abends haben wir gegrillt – da bekommen wir Fellis auch immer etwas. Extra ungewürzt und viel besser als Katzenfutter. Diesmal gabs einen Hamburger 🙂

Von mir aus könnten wir jeden Abend grillen!

 

 

 

August 22

Reisetagebuch Frankreich 2017 – 20. August


  • Wir sind bis an die Rhone gefahren. Das ist Frankreichs mächtigster Strom und sehr beeindruckend. Nochmal knapp 500 km bis zu einem kleinen Ort namens Saint Pierre de Boef – der Name klingt für Fleischfresser ja schon mal vielversprechend 🙂

Zunächst ging es durch das französische Jura. Viel Landschaft, wenig Menschen, viele Kühe und darum gibt es sehr viele Fromagerien – Käsereien.

Eine sehr grüne Gegend und wer gerne wandert, Ruhe und Erholung sucht und Käse mag,  ist da genau richtig!

Weiter Richtung Süden wird es wieder belebter und dann kommt Lyon, Frankreichs zweitgrößte Stadt. Sehr schöne Altstadt! Wir sind aber flugs daran vorbei gefahren und haben den LKW-freien Sonntag genutzt. An Wochentagen ist rund um Lyon immer der Bär los. Gut, dass uns das erspart blieb! Wir Tiger fahren ja gerne mit, aber wenn möglich, bitte Staus vermeiden. So schön ist es ja nun in den Transportboxen auch nicht 🙁

Ich muss in diesem Zusammenhang auf unsere neueste Errungenschaft hinweisen – wir machen jetzt ‚telepeage‘ 🙂 An den Mautstellen können wir jetzt durch die Tore fahren, wo die Schranke schnell von allein hochgeht, weil man mittels eines kleinen Senders im Auto automatisch erfasst wird. Sehr cool – erspart Warterei und Dosi muss nicht immer rum frickeln, weil der Automat für Autos zu weit unten und der für LKW zu hoch hängt. 🙂

Dosi war etwas nervös, als wir uns der ersten Mautstellen näherten. Wir wussten ja nicht, ob es funktioniert. Und testen konnten wir es ja zu Hause auch nicht, sondern nur im Echtbetrieb. Ich sah uns ja im Geiste schon wieder rückwärts rausfahren, nachdem die 10 Autos hinter uns erstmal alle hätten Platz machen müssen 🙂 Aber nein, nach einem Piep und gefühlt  endlosen 5 Sekunden hievte sich die Schranke nach oben und die kl Ampel leuchtete in sattem grün. 🙂 Wunderbar! Das spart uns richtig Zeit und Nerven!

Nach Lyon gings ins Rhonetal mit vielen kleine Örtchen rechts und links des Flusses und schon sehr südlichem Flair. Im Jura sah es ja fast aus wie bei uns zuhause 🙂

Hier südlich von Lyon, wo wir jetzt sind, wird der bekannte côte du rhone angebaut und es sieht ein bisschen aus wie an der Mosel. Auch hier viele und teilweise steile Weinberge, nur das Tal ist viiiiel breiter. Wir sind auf einem schönen kleinen Campingplatz mit vielen alten Bäumen. Ergo stehen wir schön im Schatten, was bei dem warmen Wetter top ist. Dosi hat eine gute Idee gehabt und ein Hasengehege mitgenommen 😀 Schön groß und Frodo und ich passen gut gemeinsam rein. Er muss natürlich angemessen Abstand halten, aber passt schon!

Stella war auch schon mit Frodo zusammen drin – also auch sehr praktisch als Hundezwinger 🙂

Wir bekommen hier immer Besuch von einer Truppe kleiner Kätzchen. Frodo findet das total spannend, mir sind sie etwas zu hektisch. Ein Gewusel 😀

 

August 22

Reisetagebuch Frankreich 2017 – 19. August

Gestern Nachmittag ging es los Richtung Frankreich. Es wurde versprochen, dass wir nicht wieder so eine 12-Stunden-Fahrt machen wie letztes Jahr. Wir Fellis hatten mit Streik gedroht 😀
Allerdings war es da auch während der ganzen Fahrt in Strömen am regnen und darum sind wir so lange gefahren, bis es aufhörte.
In der Tat ging es nur bis Herbolzheim bei Freiburg. Dort haben wir auf einem Autohof geparkt- unter einem Windrad. Ein tolles Rasthaus haben sie da mit gemütlichem Biergarten und Palmen. Für uns Tiger gab es erstmal einen Snack u der Rest ging in der Biergarten nebenan. Stella durfte mit. Große Biere wurden getrunken – wir konnten es genau beobachten!

Heute morgen ging es dann früh weiter. An die Rhone südlich von Lyon. Dosi meinte, heute am Sonntag ginge es super voran und ich habe dann zugestimmt, heute nochmal eine längere Strecke in Angriff zu nehmen. Dann sind wir schon recht weit im Süden.

Juni 28

Pfingsten 2017 Zeiskam

Ich bin ja noch den Bericht vom Fahrturnier aus Zeiskam schuldig. Es gab wieder jede Menge zu sehen! In so einem Fahrerlager ist natürlich mehr Action als auf einem normalen Campingplatz. Den ganzen Tag ist war los, da die Wettbewerbe schon morgens anfangen. Auch die Fahrzeuge sind etwas anders – unser Wohnmobil ist da so eine Art „Kleinwagen“. Die meisten kommen mit riesigen Fahrzeugen, da sie ja mit 5 Pferde und 2 Kutschen anreisen und natürlich auch noch selbst irgendwo schlafen müssen.

„Unser“ Fahrer lebt etwas weniger luxuriös und hat „nur“ einen normalen LKW mit Anhänger, der innen selbst noch etwas ausgebaut ist. Kein 5-Sterne-Hotel, sondern eher Jugendherberge, aber funktioniert auch. Meistens 🙂

Wie ihr auf dem Plakat schon sehen konntet, besteht so ein Wettbewerb aus 3 Teilen. Dressur – das ist dasselbe wie beim Reiten nur mit Kutsche 🙂

Dann der Geländefahrt, auch Marathon genannt, die über eine Strecke von mehreren Kilometern geht und wo die Kutschen einige Hindernisse bewältigen müssen. Teil 3 ist das Hindernisfahren, wo es darauf ankommt, in einem Parcours möglichst fehlerlos durch eng gesteckte Tore zu fahren.

Am spektakulärsten ist natürlich die Geländefahrt, die auch sehr viele Zuschauer angelockt hat. Da geht richtig die Post ab und es ist total beeindruckend, wenn man so ein Vierergespann mal live sieht, wie es in vollem Galopp des Weges kommt. Und mit welcher Geschicklichkeit die Fahrer die langen Züge durch die Hindernisse steuern können. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, schaut es euch mal an.

Ich bin ein echter Fan geworden und finde es immer super, wenn es zur Abwechslung mal wieder zu einem Turnier ins Fahrerlager geht. Neben uns war übrigens ein 18 Jahre alter Hund, der lässig vor dem LKW lag und sich von allen, die vorbei gingen, streicheln liess 🙂 Der war noch sehr gut drauf!

Unsere Freunde sind mit dem Wohnwagen dann auch immer dabei. Stella macht dann immer Siesta mit ihrer Freundin Leika im schön klimatisierten Wohnwagen.

Unser Frodo ist auch schnell zu einem echten Camper geworden und fühlt sich sauwohl im Wohnmobil 🙂