Dezember 10

Hunde sind Hunde, Vögel sind Vögel, Katzen sind Götter

Manche meinen ja, wir Katzen seien oft ziemlich eingebildete Tiere. Woher das wohl kommt? Vermutlich liegt es daran, dass wir Katzen mal als Götter angebetet wurden. Da kann man schon mal ein bisschen abheben. 😉

Im alten Ägypten wurde der am meisten verehrte Gott, der Sonnengott RA, in Katergestalt dargestellt. Ra verwandelte sich in einen Kater und kämpfte jeden Morgen mit dem Gott der Finsternis, der in Schlangengestalt erschien, und vernichtete diesen. Der Kater besiegte die Schlange und es wurde Tag. Das Licht siegte über die Dunkelheit.

Dieser Zweikampf von Licht und Finsternis verkörpert einen wichtigen Aspekts des ägyptischen Glaubens.

 

Neben Ra kämpfte auch die Liebesgöttin Bastet, ein freundliches und schutzbringendes Wesen, gegen Dunkelheit und Finsternis. Bastet, die Mondgöttin, wurde als Schutzgöttin der Frauen verehrt. Sie wurde von den Ägyptern meist als Katze dargestellt.

Mondgöttin Bastet und Sonnengott Ra kämpften Seite an Seite gegen den Gott der Finsternis. Ra als Kater jeden Morgen bei Sonnenaufgang und Bastet, die Katze, nachts. Sie beschützte in der Nacht die Sonne vor den Mächten der Finsternis.

Die alten Ägypter gaben somit ihren wichtigsten Göttern, nämlich jenen, die für Licht, Wärme, die Fruchtbarkeit und den Tag zuständig waren, die Gestalt von Katze und Kater.

Aus diesem Grunde wurden wir Katzen überaus verehrt – sogar über den Tod hinaus. Wir wurden im alten Ägypten prunkvoll bestattet und wie verstorbene Menschen einbalsamiert und in Särgen, die meist die Form einer Katze hatten, bestattet. In Bubastis im Nildelta fanden Forscher einen großen Katzenfriedhof. Viele Ausgrabungen förderten Katzenmumien zutage und sind ein Zeichen von der großen Verehrung der Katzen.

Wir Katzen waren für die alten Ägypter keine gewöhnlichen Tiere. Wer damals eine Katze tötete – und sei es nur versehentlich – wurde mit dem Tode bestraft. Zur damaligen Zeit lebte in nahezu jedem ägyptischen Haushalt eine Katze. Wenn diese starb, rasierten sich die Besitzer als Zeichen der Trauer die Augenbrauen ab, damit jedermann sehen konnte, wie sehr um das geliebte Tier getrauert wurde.

Es gibt das Sprichwort „Hunde sind Hunde, Vögel sind Vögel, Katzen sind Götter.“ Für die alten Ägypter war es offenbar tatsächlich so 🙂

 

 

 

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Veröffentlicht10. Dezember 2011 von Bonnie in Kategorie "Allgemein
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