Januar 4

Fragen Sie Frau Bonnie – Autofahren mit Katze

Vielen Dosis graut es schon im Vorfeld, wenn eine Autofahrt mit Katze ansteht. In den meisten Fällen sind es „nur“ Fahrten zum Tierarzt – also keine Weltreise und meist in kurzer Zeit überstanden. Trotzdem ist es oft Stress pur, für Dosi und damit auch zwangsläufig für uns Katzen. Muss aber nicht sein, wenn man einige Dinge beachtet. Selbstverständlich ist der Mensch vorher aufgeregt – und macht damit eigentlich schon den größten Fehler. Wir Katzen haben ein feines Gespür und diese Aufregung nehmen wir mit unseren sensiblen „Antennen“ schnell auf. Und schon machen sich Dosi und Katze sozusagen „gegenseitig verrückt“ und die Fahrt wird sicher genauso verlaufen, wie man es befürchtete.

 

Der Mensch sollte daher gelassen bleiben und nicht so tun, als begäbe man sich auf einen Weltraumflug.  Wenn vorher noch etwas Unvorhergesehenes geschehen sollte, ruhig Blut bewahren und einen kurzen Moment inne halten.Man muss sich immer stets vor Augen führen: wir Katzen spüren eure Stimmung sofort. Seid ihr genervt und aufgeregt, sind wir es auch. Eure Stimmung überträgt sich sofort auf uns Katzen.Wie ein Funke, der überspringt. Das gilt aber nicht nur für die negativen Stimmungen wie Aufregung und Stress, sondern auch für das Gegenteil. Wenn ihr also die bevorstehende Autofahrt gelassen angeht, bleiben auch wir Katzen ruhig und halbwegs entspannt.

Die Transportbox oder Tasche habt ihr am besten schon vorher so platziert, dass wir möglichst stressfrei „verpackt“ werden können. Dosi überlistet mich meist mit Leckerli  – und ich falle auch immer wieder drauf rein 😀

 Tasche dann im Auto so fixieren, dass wir nicht bei der ersten Bremsung einen Freiflug durchs Auto machen. Meine Tasche kann beispielsweise mit dem Gurt fixiert werden. Das ist die sicherste Lösung. Funktioniert das nicht, die Box am besten in den Fußraum vom Beifahrersitz stellen. Dieses hat den Nachteil, dass wir nicht aus dem Fenster schauen können. Das ist bei kurzen Fahrten aber nicht sonderlich schlimm. Längere Fahrten sollte man so aber nicht machen. Stellt euch vor, ihr macht eine Fahrt über mehrere Stunden im Fußraum. Eben!

Sollten wir während der Fahrt miauen und euch „ansprechen“, antwortet ihr besser nicht. Wir fühlen uns sonst mit unserer Quengelei quasi „betätigt“. Wir miauen – ihr schenkt uns Aufmerksamkeit. Was passiert? Wir machen weiter. Wenn es also kein wirklich panisches Verhalten ist, ignoriert unser Gequatsche einfach. Wenn wir merken, dass es nichts bringt, hören wir meist von selbst auf.

Sprecht uns an, wenn ihr angehalten habt. Und lobt uns, weil wir so schön artig waren 🙂

Das A und O ist also Ruhe bewahren. Vor der Fahrt und während der Fahrt. Es ist ganz normal und es gibt keinen Grund, sich aufzuregen. „Keep cool, Baby“ – DiESES Gefühl müßt ihr eurer Katze vermitteln. Glaubt mir – es klappt !

Vermutlich macht ihr dann bald sonntags nachmittags eine Fahrt ins Blaue mit eurer Fellnase! 😀

 


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Veröffentlicht4. Januar 2012 von Bonnie in Kategorie "Erziehung", "Frau Bonnie rät

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