November 13

„Die Katze aus dem Sack lassen.“

Das Sprichwort „Die Katze aus dem Sack lassen“ kennt wohl jeder. Aber woher stammt diese Redewendung eigentlich?

Dazu gibt es zwei Versionen:

Die eine sieht ihren Ursprung in Tricksereien auf früheren Märkten.

Auch in der angeblich guten alten Zeit gab es schon – wen wundert´s – Menschen, die ihren Lebensunterhalt damit bestritten, indem sie ihre Zeitgenossen übers Ohr hauten.  Der heute noch bekannte „Bauerfänger“, der seine Opfer mit Tricksereien  betrog, machte auf Märkten dubiose Geschäfte und die Leidtragenden waren dann meist harmlose Bauern, die auf Täuschungen reinfielen.

Ferkel wurden auf den Märkten früher gemeinhin in Kartoffelsäcken verkauft.Dies machten sich dunkle Gestalten zu Nutze und packten anstelle eines Ferkels eine Katze in den Sack. Selbst wenn der Käufer darauf bestand das Ferkel zu sehen, wurde er abgefertigt mit dem Kommentar „das Ferkel sei zu lebhaft“. War es aber ein misstrauischer Käufer, der auf „Sichtung“ bestand, weil die Katze sich so immens wehrte, so musste manch ein Betrüger „die Katze aus dem Sack lassen“.

Andere sehen den Ursprung des Sprichwortes in der christlichen Seefahrt. Seeleute wurden wegen ungebührlichem Verhalten früher hart bestraft, um die Disziplin auf den Segelschiffen auf den oft monatelangen Überfahrten aufrecht zu erhalten. Oft bestand die Strafe darin, dass man die „Quertreiber“ an den Mast des Schiffes band und auspeitschte. Die dabei häufig verwendete Peitsche, die man wegen ihrer neun Riemen auch „neunschwänzige Katze“ nannte, wurde dann vom Zuchtmeister aus einem Sack geholt und erst jetzt verkündete der Kapitän die Anzahl der Schläge, die der Verurteilte erhalten sollte. Er ließ damit dann „die Katze aus dem Sack“.

Welche Version jetzt die glaubhaftere oder bessere ist, überlasse ich mal jedem einzelnen. Mir gefällt die Geschichte mit dem „felligen“ Ferkel besser 🙂

 

 



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Veröffentlicht13. November 2011 von Bonnie in Kategorie "Geschichten, Sprichworte und Zitate

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